Motoröl richtig nachfüllen: So geht’s!
Letzte Änderung am: 20. März 2025
Die Motorhaube des Fahrzeugs öffnen, den Ölstand prüfen und dann Öl nachfüllen. Das klingt nach einem Kinderspiel, ist es aber für viele Autofahrer nicht. Wie Sie das Motoröl richtig nachfüllen und dabei Fehler vermeiden, erfahren Sie in unseren wertvollen Tipps.

Der Motor Ihres Autos kann ohne Öl nicht laufen. So einfach ist das. Denn das Öl sorgt dafür, dass alle Teile im Motor beweglich bleiben – zumindest soweit das gewollt ist. Deshalb sollten Sie ein paar wichtige Dinge rund um das Motoröl berücksichtigen. Denn: Ein zu niedriger Motorölstand kann nicht nur dem Motor schädigen. Schlimmstenfalls bleibt Ihr Auto plötzlich unerwartet stehen. Aber: Solche Autopannen lassen sich leicht vermeiden.
Wie oft sollten Sie den Stand des Motoröls prüfen?
Eine bewährte Faustregel lautet: Kontrollieren Sie den Motorölstand einmal im Monat. Generell sollten Sie die wichtigsten Flüssigkeiten Ihres Autos regelmäßig kontrollieren. Warten Sie also nicht, bis die Öldruckwarnleuchte plötzlich aufblinkt und Sie mit Ihrem Auto stehen bleiben müssen. Das gilt übrigens auch für einen gerade erst erworbenen Neuwagen. Bei diesem verrät das der Bordcomputer meistens. Gut zu wissen: Den Ölstand sollten Sie auch als Vorbereitung auf die regelmäßige Hauptuntersuchung (HU) Ihres Autos überprüfen.
Vorbereitung der Ölstandskontrolle
Bevor Sie den Stand des Motoröls überprüfen, legen Sie sich erst einen alten Lappen zurecht. Den benötigen Sie zum Abwischen des Motoröl-Messstabs, den Sie im Motorblock des Autos finden. Dieser Ölpeilstab hat normalerweise einen farbigen Ring oder Griff, und ist damit leicht zu erkennen. Wichtig ist es, dass Ihr Fahrzeug zur Kontrolle des Ölstands auf einer ebenen Fläche steht. Denn sonst könnten die Messergebnisse ungenau sein. Im Idealfall ist der Motor Ihres Autos noch warm, aber nicht mehr heiß (etwa 1 Minute nach Abschalten des Motors).
Die Messung des Ölstands in 5 Schritten
- Öffnen Sie die Motorhaube und sichern Sie diese, damit sie nicht wieder zuklappt.
- Ziehen Sie den Ölmessstab aus dem Motorblock.
- Wischen Sie den Stab mit dem Lappen sorgfältig ab.
- Stecken Sie den Messstab vollständig zurück – oft spürt man dabei ein leichtes Einrasten.
- Den Ölpeilstab erneut herausziehen und den Ölstand ablesen.
Auswertung der Motoröl-Messergebnisse
Der Ölmessstab hat 2 Markierungen: einen für den minimalen und einen für den maximalen Ölstand.
- Wenn der Ölstand zwischen dem Minimum und dem Maximum liegt, ist er optimal.
- Wenn der Ölstand den Mindeststand erreicht hat, sollten Sie etwa einen halben Liter nachfüllen.
- Liegt der Ölstand über dem Höchststand? Dann ist es ratsam, sich an Ihre Werkstatt zu wenden. Zu viel Öl ist nämlich auch nicht gut.
Wer sich unsicher ist, findet in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs eine detaillierte Anleitung zum Ablesen und Nachfüllen des Ölstands.
Welches Motoröl ist das passende für Ihr Auto?
Zum Glück müssen Sie nicht raten, welches Öl Sie verwenden sollen. In der Betriebsanleitung Ihres Autos finden Sie genaue Angaben. Achten Sie auf die Dicke des Öls. Auf der Flasche des Motoröls stehen 2 Zahlen, die durch den Buchstaben W getrennt sind, z. B. 5W30. Die erste Zahl beschreibt die Fließfähigkeit bei niedrigen Temperaturen (Winter), die zweite das Verhalten bei warmem Motor.
Das Motoröl richtig nachfüllen
Beim Nachfüllen von Öl nichts zu verschütten, ist eine Kunst. Vor allem, wenn Sie einen 5-Liter-Kanister verwenden. Das Verschütten von Öl ist nicht nur unschön, sondern auch nicht ganz ungefährlich. Zum einen verursacht es einen starken öligen Brandgeruch, wenn es auf den heißen Motorblock gelangt. Zum anderen kann das verschüttete Öl auch den Zahnriemen und andere Teile des Motors beschädigen. Verwenden Sie daher immer einen Trichter. Praktisch: Viele Tankstellen bieten einen solchen aus Pappe an. Ansonsten hilft es, ein Tuch um den Einfüllstutzen zu wickeln. Trotzdem etwas verschüttet? Dann wischen Sie es so schnell wie möglich ab.
Wie viel Motoröl-Verbrauch ist normal?
Das hängt unter anderem von Ihrem Fahrstil und der Anzahl der Kilometer ab, die Sie mit dem Auto gefahren sind. Wenn Sie alle 1.000 Kilometer mehr als 1 Liter Motoröl nachfüllen müssen, stimmt wahrscheinlich etwas mit Ihrem Auto nicht. Dann ist es ratsam, den Motor überprüfen zu lassen.
Falls Sie in puncto Auto-Sicherheit noch mehr für sich und Ihr Auto tun möchten: Schließen Sie am besten zusätzlich zu Ihrer guten und günstigen Kfz-Versicherung eine Pannenhilfe ab.